Risikohinweise

Wichtige Risikowarnung
(Stand: 01.01.2018)


Bevor Sie ein Konto eröffnen, vergewissern Sie sich bitte, dass Sie alle Risiken im Handel mit Produkten vollständig
verstanden haben. Der Handel mit Finanzinstrumenten beinhaltet ein hohes Maß an Risiko und ist nicht für jeden
Anleger geeignet.
Sie sollten unter Berücksichtigung Ihres Alters (Antragsteller müssen über 18 Jahre alt sein), Handelserfahrung,
Lebensstandards, Ihrer finanziellen Situation und anderen relevanten Faktoren überprüfen, ob der Handel für Sie
angemessen ist.
Wer Finanzgeschäfte abschließt, muss die folgenden Risiken berücksichtigen. Ohne Kenntnis und im Bewusstsein der
bestehenden Risiken sollten Sie keine Finanzgeschäfte durchführen.
Sie sollten Finanzgeschäfte nur dann durchführen, wenn Sie das Wesen der Finanzinstrumente verstehen und wenn
Sie wissen, wie diese funktionieren und welchen Risiken und möglichen Verlusten Sie ausgesetzt sind.
Prüfen Sie daher sehr sorgfältig, ob der Handel angesichts Ihrer Erfahrung, Anlageziele, finanziellen Möglichkeiten und
sonstigen anlagerelevanten persönlichen Verhältnissen eine angemessene Form der Kapitalanlage darstellt.
Diese Risikoaufklärung kann nicht über alle möglichen Risiken beim Handel von Finanzinstrumenten aufklären. Die
nachfolgenden Ausführungen beschränken sich daher auf die typischen Risiken und sind nicht abschließend.
Der Handel mit Finanzinstrumenten erfordert besondere Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen und ist deshalb für
viele Kapitalanleger nicht geeignet. Sollten Sie sich hinsichtlich dieser notwendigen Einschätzung unsicher sein, sollten
Sie sich entsprechenden Rat Ihrer Rechts-, Wirtschafts- und ggf. sonstigen Berater einholen.
Sie sollten vom Handel -welcher Art auch immer - absehen, wenn Sie die Art der Transaktionen die Sie eingehen
und das wahre Ausmaß der involvierten Risiken nicht genau verstehen.

Inhalt:
1. Wertpapiere
2. Devisen
3. CFDs
4. Aktienoptionen
5. Zertifikate
6. Futures
7. Token (Kryptowährungen; Vitual Currencies)

1. Wertpapiere

Als Käufer einer Aktie sind Sie kein Gläubiger, sondern Eigenkapitalgeber und damit Mitinhaber der Aktiengesellschaft.
Mit dem Erwerb der Aktie beteiligen Sie sich an der wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaft: Sie werden quasi
Unternehmer und eröffnen sich die damit verbundenen Chancen, tragen aber zugleich auch die Risiken. Das größte
Risiko ist das Konkurs- bzw. Insolvenzrisiko der Aktiengesellschaft. Ein Totalverlust Ihres eingesetzten Kapitals ist
daher möglich. Sie müssen sich darüber bewusst sein, dass Aktien sehr starken Kursschwankungen unterliegen und
Sie hier deshalb Ihrem Investment einen Zeithorizont von über 5 Jahren zugrunde legen sollten. Das allgemeine
Marktrisiko einer Aktie ist das Risiko einer Preisänderung, die der allgemeinen Tendenz am Aktienmarkt
zuzuschreiben ist und die in keinem direkten Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Situation des einzelnen
Unternehmens steht. Als unternehmensspezifisches Risiko bezeichnet man das Risiko einer rückläufigen
Kursentwicklung bei einer Aktie aufgrund von Faktoren, die unmittelbar oder mittelbar die Gesellschaft betreffen.
Steigende oder fallende Kurse am Aktienmarkt bzw. bei einer einzelnen Aktie sind von der Einschätzung der
Marktteilnehmer und damit von deren Anlageverhalten abhängig. Neben objektiven Faktoren und rationalen
Überlegungen wird die Entscheidung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren auch durch irrationale Meinungen und
massenpsychologisches Verhalten beeinflusst. So reflektiert der Aktienkurs auch Hoffnungen und Befürchtungen,
Vermutungen und Stimmungen von Käufern und Verkäufern. Die Börse ist insofern ein Markt von Erwartungen, auf
dem die Grenze zwischen einer sachlich begründeten und einer eher emotionalen Verhaltensweise nicht eindeutig zu
ziehen ist. Bei Aktiendispositionen ist der richtige Zeitpunkt des Ein- und Ausstiegs (Timing) mithin der entscheidende
Faktor für den Aktienerfolg. Zahlreiche Analysemethoden, wie zum Beispiel die Fundamentalanalyse und die
Chartanalyse, versuchen die Vielzahl der markt- und kursbeeinflussenden sowie der technischen Faktoren zu einer
Aussage zu bündeln und einen Anhaltspunkt für eine Erfolg versprechende Anlageentscheidung zu geben. Dabei liegt
der Schwerpunkt der Fundamentalanalyse darin, aus den sich anbietenden Aktien die richtige Auswahl zu treffen,
während die Chartanalyse vornehmlich die Entscheidung für den Zeitpunkt (das Timing) der Transaktion unterstützt.
Investmentfonds unterliegen dem Risiko sinkender Anteilspreise, da sich Kursrückgänge bei den im Fonds enthaltenen
Wertpapieren im Anteilspreis widerspiegeln. Fonds: Das Anlagerisiko steigt mit einer zunehmenden Spezialisierung des
Fonds (Beispiel: Länderfonds, Branchenfonds usw.) Empfohlen sind max. 40 % Ihrer Liquidität für Wachstumsaktien
bzw. für Aktienfonds. Ihnen muss bewusst sein, dass sich Angaben hin- sichtlich der Wertentwicklung eines Depots
nur auf die Vergangenheit beziehen und keine garantierten Prognosen für die Zukunft bedeuten. Weder die vPE 
WertpapierhandelsBank AG, noch ihre Mitarbeiter haben sich von der Bonität des Emittenten (Initiator) des
Wertpapieres überzeugt. Die Bonität beschreibt die Kreditwürdigkeit und
Zahlungsfähigkeit eines Emittenten und gilt als Maßstab für die
Sicherheit einer Anleihe. Die Ratingagenturen unterscheiden dabei zwischen Anleihen mit Investment Grade und
Anleihen mit Non-Investment Grade. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Emittent alle Zins- und Rückzahlungen nicht
rechtzeitig und nicht im vollen Umfang erfüllen kann, wird als vergleichsweise niedrig eingeschätzt, wobei diese
Wahrscheinlichkeit innerhalb der Investment Grade Anleihen mit fallendem Rating steigt.
Eine Ausfallwahrscheinlichkeit von Zins- und / oder Rückzahlungen ist bei Anleihen in dieser Bonitätsgruppe deutlich
höher als bei Anleihen von Emittenten mit Investment Grade oder ist ein Zeitverzug oder Ausfall von
Zahlungsverpflichtungen bereits eingetreten. Zinsänderungsrisiko – Der Käufer einer Anleihe ist dem Risiko von
Kursverlusten ausgesetzt, wenn der Marktzins steigt. Das Zinsänderungsrisiko erhöht sich u. a. durch längere
Laufzeiten von Anleihen. Vom Euro abweichende Währungen / Fremdwährungs-/Wechselkursrisiko. Notiert das
Finanzinstrument in einer anderen Währung als Euro, entsteht ein Fremdwährungsrisiko, da sich der Wechselkurs des
Euro im Verhältnis zur Währung, in der das Finanzinstrument notiert, zum Nachteil des Anlegers entwickeln kann.

2. Devisen

Als Devisenmarkt (Foreign Exchange Market, FX Market, oder auch Forex), bezeichnet man den globalen Markt, auf
dem Umtauschwerte von Währungspaaren gehandelt werden. Schon mit einem halben Prozent (Hebeleffekt) des
Handelsvolumens als Sicherheit (Margin/Mindestdeckung) im Depot, beteiligt sich der Spekulant an den
Wechselkursschwankungen. Ziel einer Spekulation ist, im Gegensatz zur Investition, der kurzfristige Gewinn.
Devisengeschäfte sind mit einem extrem hohen Verlustrisiko behaftet. Die Preisfeststellung beruht auf dem
Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage derjenigen Marktteilnehmer, die Fremdwährungen mit sofortiger
Lieferung brauchen.

2.1. Devisenkurs
Die Währung, die den Preis ausdrückt, wird notierte Währung genannt. Der durch die notierte Währung ausgedrückte
Preis bezieht sich auf eine Einheit der Basiswährung. Der Devisenkurs für das Währungspaar EUR/USD gibt den Wert
von einem EUR (Basiswährung) in USD an.

2.2. Abwicklung von Devisenkassa- und Devisen-termingeschäften
Devisenkassageschäfte werden i.d.R. durch die gegenseitige tatsächliche Lieferung von Währungsbeträgen erfüllt. In
der Praxis kann die Erfüllung aber auch durch Verrechnung mit einem abgeschlossenen Gegengeschäft erfolgen. Die
maßgeblichen Wechselkurse im Kassageschäft werden durch den Bid (Geld-) und Ask (Brief-) Kurs definiert Im
internationalen Devisengeschäft ist der Bid Kurs der Kurs, zu dem der Kunde eine Basiswährung
verkaufen kann und der Ask Kurs der Kurs, zu dem der Kunde eine Basiswährung kaufen kann. Die Differenz
zwischen diesen beiden wird als Marktdifferenz (Spread) bezeichnet. Bid- und Ask- Kurse liegen nicht fest, die
Kurse unterscheiden sich insbesondere durch das Volumen des Geschäftes und die aktuellen Marktbedingungen.
Auf dem Spotmarkt wird der Devisenkurs am Handelsdatum vereinbart;|‚ die eigentliche Transaktion
erfolgt dann so rasch wie möglich. Die Wertstellung für sofortige Abrechnung beträgt zwei Geschäftstage nach dem
Handelsdatum (T+2). Dies wird Valutadatum, Spot oder Spotdatum genannt

2.3. Spekulation
Spekulanten gehen Positionen ein mit dem ausschließlichen Ziel, ein günstiges eigenständiges Geschäft zu erzielen.
Diesem Geschäft liegen keine abzusichernden Positionen zu Grunde. Sie dienen einzig dem Umsetzen einer
Spekulation

2.4. Extreme Kursschwankungen
Die große Zahl der Marktteilnehmer und die extrem kurzen Reaktionszeiten führen bisweilen an einem Tag zu
extremen Kursschwankungen und somit zu einem außerordentlich hohen Risiko.

2.5. Margin-Geschäften - Leverage- Effekt.
Werden Marginanforderungen oder Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllt, besteht die Gefahr, dass Positionen vorzeitig
glattgestellt werden. Hierdurch können Sie Verluste erleiden. Die Abwicklung eines Devisengeschäftes auf der Basis
einer Margin reduziert zwar den Kapitaleinsatz, so dass mit einem vergleichsweise geringen Kapitalstock ein
vergleichsweise großes Handelsvolumen bewegt werden kann. Konsequenz des Margin-Geschäftes ist aber, dass selbst
geringe Kursschwankungen zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Dieser Zusammenhang wird als
"Hebeleffekt" oder "Leverage- Effekt" bezeichnet. Grundsätzlich gilt: Je geringer die Margin, desto größer die Gefahr 
des Totalverlustes des eingesetzten Betrages.

2.6. Währungs- und Kursrisiko
Gewinne und Verluste von Devisengeschäften stehen sich für Käufer und Verkäufer jeweils spiegelbildlich und
grundsätzlich in unbegrenzter Höhe gegenüber. Der Verkäufer eines Devisengeschäftes verpflichtet sich, Devisen zu 

einem zukünftigen Wechselkurs zu liefern. Es liegt am jeweiligen Vertragspartner des Kunden oder an dem mit
diesem geschlossenen Vertrag, inwiefern dieser Geschäfte des Kunden bei eintretendem Verlust vorzeitig durch
Abschluss eines Gegengeschäfts oder durch Verrechnung glattstellt. Diese Risiken können auch durch sorgfältige
Kursanalysen nicht ausgeschlossen werden.

2.7. Leerlaufen von Risikoeinschränkungen
Die Risiken von Devisengeschäften können durch Stopp- Limit-Orders und /oder Stopp-Loss- Orders eingegrenzt
werden. Das Risikomanagement mit Hilfe dieser Instrumente kann versagen, wenn die Orders nicht zu den
beabsichtigten Preisen, nur zu verlustbringenden Preisen oder überhaupt nicht ausgeführt werden können. Die
Risikobegrenzung durch Stopp-Limit-Orders und/oder Stopp- Loss-Orders kann in dynamischen Marktphasen aufgrund
der dann typischen großen Preissprünge leerlaufen.

2.8. Risiken des Online-Tradings
Weitere Risiken können sich aufgrund der Eigenheiten des Online-Tradings ergeben, insbesondere kann es aufgrund
von Systemfehlern, Systemabstürzen, Übertragungsfehlern, anderen Störungen der Hardware oder Software oder der
Unterbrechung der Verbindung dazu kommen, dass Aufträge, insbesondere auch Stopp- Limit-Orders und /oder
Stopp-Loss- Orders, nicht oder nicht rechtzeitig übermittelt oder ausgeführt werden können. Auch diese Fehler und
Störungen können Verluste bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals zur Folge haben.

2.9. Sonstige Risiken
Zusätzliche Risiken können sich dann ergeben, wenn Abschluss und /oder Abwicklung von Devisen-geschäften einem
anderen Recht als dem deutschen Recht unterliegen. Dies kann dazu führen, dass die Geltendmachung und
Durchsetzung von Ansprüchen aus dem Abschluss und /oder der Abwicklung von Devisengeschäften mit
tatsächlichen oder juristischen Schwierigkeiten verbunden sein kann. Risiken können sich auch aus dem Fehlen
aufsichtsrechtlicher Bestimmungen oder der Existenz nur unzulänglicher aufsichtsrechtlicher Bestimmungen ergeben.
Weitere Risiken können sich dann ergeben, wenn der Vertragspartner beim Abschluss und /oder der Abwicklung von
Devisengeschäften eine andere Sprache spricht. Hierdurch kann es zu Verständigungsschwierigkeiten oder
Übersetzungsfehlern kommen.

2.10. Risiken bei taggleichen Geschäften
- Day Trading-Risiko -
Beachten Sie bitte ebenfalls, dass beim Day-Trading die Geldbriefspanne sowie die Kommissions-belastung dem
Gewinn prinzipiell entgegenwirken. Jeder Kauf erfolgt zu Briefkurs, jeder Verkauf zum Geldkurs. Beim sofortigen Kauf
und Verkauf des gleichen Produktes oder des gleichen Derivates wird ein sofortiger Verlust realisiert, da der
Geldkurs immer unter dem Briefkurs liegt. Um Gewinne zu erzielen müssen Sie als Trader neben der Geldbriefspanne
zusätzlich die Kommission verdienen. Der Handel mit Devisen ist eine Spekulation und damit ein risikoreiches
Geschäft. Durch regelmäßiges Trading im Minuten- oder sogar Sekundentakt, also in einem extrem kurzen Zeitraum
veranlassen Sie eine unverhältnismäßig hohe Anzahl von Geschäften in Ihrem Konto. Die hierdurch entstehenden
Kosten können im Verhältnis zum eingesetzten Kapital und dem erzielten Gewinn unangemessen hoch sein und die
Chance auf einen Gewinn unwahrscheinlich, oder nahezu unmöglich machen.

2.11. Rechtliches Risiko
Das rechtliche Risiko ist das Risiko, dass ein Geschäft aus rechtlichen Gründen nicht durchsetzbar ist. Die
Durchsetzbarkeit von Verträgen kann insbesondere wegen einer fehlenden Berechtigung des Geschäftspartners zum
Geschäftsabschluss, vertraglicher Mängel, unvollständiger Dokumentation der Geschäfte und /oder rechtlicher
Besonderheiten in den Ländern, in denen der Geschäftspartner seinen Sitz hat, gefährdet sein. Ein bestimmtes
Geschäft ist z.B. dann nicht durchsetzbar, wenn die eingegangenen Verpflichtungen generell nicht durchsetzbar sind.
Es kann aber auch nur gegenüber einem bestimmten Vertragspartner nicht durchsetzbar sein. Dies ist z.B. dann der
Fall, wenn dieser entweder ein derartiges Geschäft nicht wirksam abschließen kann oder zur Wirksamkeit des
Geschäfts erforderliche Genehmigungen nicht vorliegen. Wenn ein Geschäft unzulänglich dokumentiert ist, lässt sich
im Streitfall ein Anspruch möglicherweise nicht gerichtsfest beweisen. Rechtliche Risiken steigen, wenn außerbörsliche
Geschäfte nicht unter anerkannten Rahmenverträgen dokumentiert werden. In diesem Fall vergrößert sich die Gefahr,
dass nicht alle auftretenden Fragen abschließend geregelt sind. Werden außerbörsliche Geschäfte mit einem
Vertragspartner gemäß eines Rahmenvertrages abgeschlossen und enthält dieser Vertrag eine Netting-Vereinbarung,
besteht das Risiko, dass diese bei Zahlungsunfähigkeit des Vertragspartners nicht durchsetzbar ist. Dies kann zu
einem Wahlrecht des Insolvenzverwalters führen.

2.12. Betriebs- und Organisationsrisiken
Unter Betriebs- und Organisationsrisiken ist die Gefahr zu verstehen, dass Mängel in der eigenen Aufbau- und
Ablauforganisation zu unerwarteten Verlusten führen können. Dieses Risiko kann auf Unzulänglichkeiten in EDV- und
anderen Informationssystemen, auf menschlichem Versagen und ungenügenden innerbetrieblichen Kontroll-verfahren
basieren. Schwächen in der Aufbau- und Ablauforganisation können sich in einem erheblichen Verlustrisiko oder in
zusätzlichem Aufwand niederschlagen. Auch fehlerhafte Programmabläufe sowie automatisierte EDV- und
Informationssysteme, die in Art und Umfang nicht dem laufenden und potentiellen Geschäftsvolumen Rechnung 
tragen, bergen ein erhebliches Betriebsrisiko. Zu den menschlichen Risikofaktoren, die einen Verlust des Engagements
begründen können, zählen mangelndes Verständnis der Geschäftsführung, innerbetriebliche Risikokontrollen,
mangelnde insbesondere Geschäftsablaufkontrollen, und fehlende Handels-limits, sowie das Eingehen
unverhältnismäßig vieler offener Positionen.

2.13. Risikoerhöhung durch Transaktionskosten und Gebühren
Die Kosten und Gebühren für die Dienstleistungen der vPE WertpapierhandelsBank AG sowie des konto- führenden
Instituts sowie ggf. anderer eingebundener Finanzdienstleister haben nachteilige Folgen für den Handelserfolg. Durch
die hohe Anzahl der Transaktionen auf seinem Konto, bei einem intensiven Handel und der damit verbundenen
insgesamt anfallenden großen Summe an Transaktionskosten kann der Handelserfolg rasch zu einem erheblichen
Teil aufgezehrt werden. Die Chance, insgesamt einen Gewinn zu erzielen, wird dadurch erheblich reduziert, selbst
wenn anfänglich Gewinne erzielt werden. Es kann aber auch sein, dass zum Beispiel Verlustbegrenzungsmaßnahmen
zu knapp gegenüber der zu erwartenden Schwankungsbreite der Preise für das Geschäft kalkuliert sind (z.B. Stopp
Order). Beides kann zu einem hektischen Ein- und Aussteigen in Geschäfte führen, mit der Folge immer neuer Transaktionskosten, die dann die Investition des Kunden aufzehren, ohne dass erhebliche Verluste aufgrund von
Marktveränderungen auftraten. Gewinnchancen sind in solchen Fällen ausgeschlossen, Verluste von Großteilen der
Investition des Kunden durch Transaktionskosten sind in diesem Falle vorprogrammiert.

2.14. Achtung
Rein statistisch gesehen und nach Wahrscheinlichkeitsrechnung besteht bei der Spekulation in Finanztermingeschäften
(inkl. Devisentermin-geschäften) und Devisenkassa-geschäften (Forex-Geschäften) die Hoffnung auf ein Steigen oder
Fallen von Kursen und somit gleichzeitig eine Gewinnchance und ein Verlustrisiko von zunächst jeweils 50 %. Dieses
Gewinn-/Verlustverhältnis wird aber durch die im Zusammenhang mit der Durchführung von Finanztermingeschäften
(inkl. Devisentermingeschäften) und Devisenkassa-geschäften (Forex-Geschäften) anfallenden Kosten und Gebühren
zum Nachteil des Kun- den verschlechtert, weil diese erst durch die entsprechende Preisentwicklung zu seinen
Gunsten im Markt zurückverdient werden müssen. Tritt die erwartete Kursentwicklung nicht ein, so erhöhen die jeweils
anfallenden Kosten und Gebühren den ohnehin entstehenden Verlust. Der Börsenfachhandel dessen Einschätzung die
Preisbildung an den Börsen und Terminmärkten sowie dem Devisenhandel bestimmt, berücksichtigt jedoch solche
Transaktionskosten und Gebühren für private Kunden nicht. In der Preisbildung an den Märkten spiegeln sich
Chancen und Risiken in einer für den Berufshandel gerade noch vertretbaren Form wieder. Je höher deshalb die
Kosten pro Geschäft sind, umso geringer werden etwaige Gewinnchancen, wobei bei wiederholter Spekulation nach
der Realisierung anfänglicher Verluste eine per Saldo-Gewinnchance für die gesamte Spekulation äußerst
unwahrscheinlich, wenn nicht sogar ausgeschlossen ist. Transaktionskosten können im Verhältnis zur Investition des
Kunden absolut zu hoch oder aber relativ zu hoch sein, und zwar aufgrund zu häufigen Ein- und Ausstiegs in und
aus den Geschäften.

3. CFDs

3.1. Definition:
Mit CFDs handeln Sie die Kursveränderung des zugrundeliegenden Basiswertes. Sie eröffnen eine Position dann, wenn
der Kursverlauf des Basiswertes den von Ihnen bestimmten Kurs erreicht und schließen sie dadurch, dass Sie das
Gegengeschäft tätigen. Die Differenz von Ein- und Ausstieg ist das, was Sie mit “Differenzkontrakten“ (CFDs) handeln.
Ihre Gewinne oder Verluste variieren entsprechend den Kursfluktuationen des zugrunde liegenden Basiswertes. Sie
können sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse spekulieren. In letzterem Fall verkaufen Sie zuerst und
kaufen später wieder zurück. CFD Transaktionen erfolgen nicht an einem anerkannten Börsenplatz, sondern das
Differenzgeschäft wird bei Ihrer Depotstelle eröffnet und auch wieder geschlossen.

3.2 Hebelwirkung:
Da CFDs auf Margin-Basis gehandelt werden, haben Sie die Möglichkeit, Ihre Einlage zur vielfachen Menge zu hebeln.
Dadurch wird das Verlustpotential Ihrer Transaktionen erheblich beeinflusst. Relativ kleine Marktbewegungen haben
eine proportional größere Wirkung auf die Mittel, die Sie investiert haben oder investieren werden.

Verlustrisiko
Das Verlustrisiko des Kunden ist auf seinen Kapitaleinsatz (in Form des auf dem CFD-Konto für Zwecke des
CFD-Handels bereitgehaltenen Guthabens) begrenzt.
Eine Zwangsglattstellung von CFD-Positionen bei
nichtausreichendem Guthaben auf dem CFD-Konto nimmt der Handelsanbieter ausschließlich im eigenen Interesse
vor; der Kunde kann aus der Möglichkeit einer Zwangsglattstellung keine Rechte ableiten.
Verluste begrenzen sich
auf das bereitgestellte Kapital auf dem CFD-Konto. Das Verlustrisiko ist dementsprechend begrenzt.

3.3 Kommissionen-Gebühren:
Bevor Sie mit Transaktionen beginnen, sollten Sie ein genaues Bild aller Kommissionen/ Gebühren haben, die Sie zu
zahlen verpflichtet sind. Diese Kommissionen werden Ihren Nettogewinn (falls vorhanden) beeinflussen oder Ihren
Verlust vergrößern. Die Kommissionen beziehen sich auf das Transaktionsvolumen der CFDs und verschlechtern die 
Gewinnchancen zusätzlich. Handeln Sie besonders häufig, führen die Kommissionen, dass sich Ihre Gewinnchance
erheblich verschlechtert und Ihre Investition aller Wahrscheinlichkeit nach im Ergebnis praktisch chancenlos ist.

3.4 Risiken bei taggleichen Geschäften - Day Trading-Risiko:
Beachten Sie bitte ebenfalls, dass beim Day-Trading die Geldbriefspanne dem Gewinn prinzipiell entgegenwirken. Jeder
Kauf erfolgt zu Briefkurs, jeder Verkauf zum Geldkurs. Beim sofortigen Kauf und Verkauf des gleichen Produktes oder
des gleichen Derivates wird ein sofortiger Verlust realisiert, da der Geldkurs immer unter dem Briefkurs liegt. Der
Handel mit CFDs ist eine Spekulation und damit ein risikoreiches Geschäft. Durch regelmäßiges Trading im Minutenoder sogar Sekundentakt, also in einem extrem kurzen Zeitraum veranlassen Sie eine unverhältnismäßig hohe Anzahl
von Geschäften in Ihrem Konto. Die hierdurch entstehenden Kosten können im Verhältnis zum eingesetzten Kapital
und dem erzielten Gewinn unangemessen hoch sein und die Chance auf einen Gewinn unwahrscheinlich, oder nahezu
unmöglich machen. Jeder Kauf erfolgt zu Briefkurs, jeder Verkauf zum Geldkurs.

3.5 Risiken des Online-Tradings
Weitere Risiken können sich aufgrund der Eigenheiten des Online-Tradings ergeben, insbesondere kann es aufgrund
von Systemfehlern, Systemabstürzen, Übertragungsfehlern, anderen Störungen der Hardware oder Software oder der
Unterbrechung der Verbindung dazu kommen, dass Aufträge, insbesondere auch Stopp- Orders und /oder StoppLoss- Orders, nicht oder nicht rechtzeitig übermittelt oder ausgeführt werden können. Auch diese Fehler und
Störungen können Verluste bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals zur Folge haben.

3.6 Sonstige Risiken
Zusätzliche Risiken können sich dann ergeben, wenn Abschluss und /oder Abwicklung von CFD-Geschäften einem
anderen Recht als dem deutschen Recht unterliegen. Dies kann dazu führen, dass die Geltendmachung und
Durchsetzung von Ansprüchen aus dem Abschluss und /oder der Abwicklung von Devisengeschäften mit
tatsächlichen oder juristischen Schwierigkeiten verbunden sein kann. Risiken können sich auch aus dem Fehlen
aufsichtsrechtlicher Bestimmungen oder der Existenz nur unzulänglicher aufsichtsrechtlicher Bestimmungen ergeben.

3.7 Achtung
Rein statistisch gesehen und nach Wahrscheinlichkeitsrechnung besteht bei der Spekulation in CFD-Geschäften die
Hoffnung auf ein Steigen oder Fallen von Kursen und somit gleichzeitig eine Gewinnchance und ein Verlustrisiko von
zunächst jeweils 50 %. Dieses Gewinn-/Verlustverhältnis wird aber durch die im Zusammenhang mit der Durchführung
von Finanzgeschäften anfallenden Kosten und Gebühren zum Nachteil des Kunden verschlechtert, weil diese erst
durch die entsprechende Preisentwicklung zu seinen Gunsten im Markt zurückverdient werden müssen. Tritt die
erwartete Kursentwicklung nicht ein, so erhöhen die jeweils anfallenden Kosten und Gebühren den ohnehin
entstehenden Verlust. Der Börsenfachhandel dessen Einschätzung die Preisbildung an den Börsen und Terminmärkten
sowie dem Devisenhandel bestimmt, berücksichtigt jedoch solche Transaktionskosten und Gebühren für private
Kunden nicht. In der Preisbildung an den Märkten spiegeln sich Chancen und Risiken in einer für den Berufshandel
gerade noch vertretbaren Form wieder. Je höher deshalb die Kosten pro Geschäft sind, umso geringer werden
etwaige Gewinnchancen, wobei bei wiederholter Spekulation nach der Realisierung anfänglicher Verluste eine per
Saldo-Gewinnchance für die gesamte Spekulation äußerst unwahrscheinlich, wenn nicht sogar ausgeschlossen ist.
Transaktionskosten können im Verhältnis zur Investition des Kunden absolut zu hoch oder aber relativ zu hoch sein,
und zwar aufgrund zu häufigen Ein- und Ausstiegs in und aus den Geschäften. Steuerlicher Hinweis: Die
steuerliche Behandlung ist grundsätzlich von persönlichen Verhältnissen abhängig und künftigen – auch
rückwirkenden – Änderungen unterworfen. Bitte wenden Sie sich an Ihren Steuerberater.

4. Aktienoptionen

Aktienoptionen sind jederzeit handelbar während der Börsenzeiten, d.h. Sie können die Optionen jederzeit kaufen und
wieder verkaufen, um einen Gewinn zu realisieren oder einen Verlust zu begrenzen.

4.1. Definition einer Kauf-Option:
„Der Käufer eines Call (Der Investor ist der Ansicht, dass eine bestimmte Aktie steigen wird) erwirbt mit der Zahlung
des Kaufpreises (bezahlt die sogenannte Prämie der Option) das Recht, (das Recht, nicht die Pflicht) innerhalb eines
bestimmten Zeitraumes (innerhalb der sogenannten Laufzeit der Option) eine bestimmte Menge Aktien (eine Option
umfasst i.d.R. 100 Aktien ) eines Unternehmens (eines bestimmten Unternehmens) zu einem bestimmten Preis
(gemeint ist der Basispreis oder Strike Price, d.h. der Preis zu dem die Aktie gekauft werden kann) zu erwerben.“

4.2. Merkmale einer Option:

A = Preis der Aktie B = Basispreis
P = Prämie I = Innerer Wert
T = Laufzeit
P = I + Z
I = A - B
Z = Zeitwert
Die Prämie setzt sich zusammen aus dem inneren Wert (I) und dem sogenannten Zeitwert (Z).
Der innere Wert ergibt sich aus der Differenz von Aktienpreis (A) und Basispreis (B).

Erst wenn die Differenz von A – B positiv ist, besitzt die Prämie einen inneren Wert (A größer B).

4.3. Faktoren die für die Höhe des Zeitwertes und damit der Prämie von Bedeutung sind 
Je länger T desto größer Z und damit P. Vom 01.06. - 18.12. = 200 Tage:365 Tage = 0,547;|‚
T ist ein Faktor der gegen 0 geht, je näher man dem Verfallstag kommt. Je höher die Volatilität (Kursschwankungen)
der Aktie desto größer Z und damit P.
Je höher das Delta, desto größer Z und damit P. Delta ist die Veränderung der Prämie angesichts der Veränderung
der Aktie

4.4. Break-even Punkt:
Der Punkt, an dem bei Erreichen eines Kurses der Aktie die Prämie und die Gebühren eingespielt sind.

4.5. Risiken

4.5.1. Risiken der einer Option zugrunde liegenden Aktie
Das allgemeine Marktrisiko einer Aktie ist das Risiko einer Preisänderung, die der allgemeinen Tendenz am
Aktienmarkt zuzuschreiben ist und die in keinem direkten Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Situation des
einzelnen Unternehmens steht. Das unternehmensspezifische Risiko bezeichnet das Risiko einer rückläufigen
Kursentwicklung bei einer Aktie aufgrund von Faktoren, die unmittelbar oder mittelbar die Gesellschaft betreffen.
Steigende oder fallende Kurse am Aktienmarkt bzw. bei einer einzelnen Aktie sind von der Einschätzung der
Marktteilnehmer und damit von deren Anlageverhalten abhängig. Neben objektiven Faktoren und rationalen
Überlegungen wird die Entscheidung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren auch durch irrationalen Meinungen
und Verhalten beeinflusst. So reflektiert der Aktienkurs auch Hoffnungen und Befürchtungen, Vermutungen und
Stimmungen von Käufern und Verkäufern. Die Börse ist insofern ein Markt von Erwartungen, auf dem die Grenze
zwischen einer sachlich begründeten und einer eher emotionalen Verhaltensweise nicht eindeutig zu ziehen ist. Bei
Aktiendispositionen ist der richtige Zeitpunkt des Ein- und Ausstiegs (Timing) mithin der entscheidende Faktor für den
Aktienerfolg. Zahlreiche Analysemethoden, wie zum Beispiel die Fundamentalanalyse und die Chartanalyse, versuchen
die Vielzahl der markt- und kursbeeinflussenden sowie der technischen Faktoren zu einer Aussage zu bündeln und
einen Anhaltspunkt für eine Erfolg versprechende Anlageentscheidung zu geben. Dabei liegt der Schwerpunkt der
Fundamentalanalyse darin, aus den sich anbietenden Aktien die richtige Auswahl zu treffen, während die
Chartanalyse vornehmlich die Entscheidung für den Zeitpunkt (das Timing) der Transaktion unterstützt.

4.5.2. Zusätzliche spezielle Risiken bei Optionen
Eine Kursänderung der Aktie, die Ihrer Option als Vertragsgegenstand zugrunde liegt, kann den Wert Ihrer Option
erheblich mindern. Zu einer Wertminderung kommt es im Fall einer Kaufoption (Call) bei Kursverlusten, im Fall einer
Verkaufsoption (Put) bei Kursgewinnen des zugrunde liegenden Vertragsgegenstandes. Tritt eine Wertminderung ein,
so erfolgt diese stets überproportional zur Kursveränderung des Basiswertes, sogar bis hin zur völligen Wertlosigkeit
Ihrer Option. Eine Wertminderung Ihrer Option kann aber auch dann eintreten, wenn der Kurs des Basiswertes sich
nicht ändert, weil der Wert Ihrer Option von weiteren Preisbildungsfaktoren (z.B. Laufzeit, Hebel oder Häufigkeit und
Intensität der Preisschwankungen des Basiswertes) mitbestimmt wird. Wegen der begrenzten Laufzeit einer Option
können Sie nicht darauf vertrauen, dass sich der Preis der Option rechtzeitig wieder erholen wird. Erfüllen sich Ihre
Erwartungen bzw. die Marktentwicklung nicht und verzichten Sie deshalb auf die Ausübung der Option oder
versäumen Sie die Ausübung, so verfällt Ihre Option nach Ablauf der Laufzeit als voll- ständig wertlos. Ihr Verlust
liegt dann in dem für die Option gezahlten Preis zzgl. der Ihnen entstandenen Kosten.
Im Optionshandel an amerikanischen Börsen verlieren erfahrungsgemäß etwa 80% der Anleger ihr Kapital ganz oder
teilweise und nur etwa 20% der Anleger erzielen Gewinne. Anderslautende Angaben sind falsch. Schenken Sie Ihnen
keinen Glauben. Spekulieren Sie nur mit Kapital, das Sie entbehren können.
Wenn Sie in Amerika Aktien-Optionen handeln, sind wir verpflichtet Ihnen das Heft “Characteristics and Risk of
Standard Options” zu übermitteln. Mit Ihrer Unterschrift auf den Kontoeröffnungsunterlagen bestätigen Sie den Erhalt
dieser speziellen Risikoaufklärung.
Der Handel mit Aktienoptionen ist eine Spekulation und damit ein risikoreiches Geschäft. Sie müssen daher ihre
Anlagesumme in einem realistischen Bezug zu ihrem liquiden Nettovermögen setzen. Sie müssen sich leisten können,
dass investierte Geld zu verlieren.
Wir weisen Sie darauf hin, dass Sie nicht mehr als 20% Ihrer liquiden Mittel zur Spekulation in Aktienoptionen
verwenden sollten. Wenn Sie bis zum Auslauf an der Option festhalten, und der Preis der Aktie den Basispreis ihrer
Option nicht erreicht, führt dies zu einem Totalverlust. Soweit sollten Sie es nie kommen lassen, sondern schon
vorher die Option verkaufen. Unsere Aufgabe ist es zu prüfen, ob Sie für den Handel geeignet sind. Diese Prüfung
erfolgt vorrangig anhand der Bewertung Ihres Risikoprofils, Ihrer liquiden Mittel und Ihres Anlagezieles. Falls Sie im
Handel mit Aktienoptionen erfahren sind, wissen Sie worum es geht. Sollten Sie jedoch unerfahren sein, müssen Sie
uns bestätigen, dass Sie vor Aufnahme des Handels umfassend über die Funktionsweise und die Risiken von
Aktienoptionen aufgeklärt wurden und diese auch verstanden haben.
! Warnung !

4.5.3. Auswirkungen von Aufschlägen auf die Originalprämie und auf die Gewinnchancen

4.5.3.1. Die börsennotierte Originalprämie der Option bildet sich durch Annäherung von Gebot und Gegengebot. Die
Originalprämie kennzeichnet den Rahmen eines vom Markt noch als vertretbar angesehenen Risikobereichs. Ihre Höhe
entspricht den noch als realistisch angesehenen, wenn auch weitgehend spekulativen Kurserwartungen des
Börsenfachhandels. Jeder -auch noch so geringe- Aufschlag auf die Originalprämie verschlechtert damit die
Gewinnerwartung, weil ein höherer Kursaufschlag als der von Börsenfachhandel als realistisch angesehen notwendig
ist, um die Gewinnzone zu kommen.

4.5.3.2. Die berechneten Kommissionen stellen einen solchen Aufschlag auf die Originalprämie dar, der die
Gewinnchancen erheblich verringert. Da die Kommission unabhängig von der Höhe der Originalprämie jeweils USD
100,-- pro Option beträgt, führt die Kommission dazu, dass die Minderung der Gewinnchancen je größer ist, je
niedriger die Originalprämie ist. Wenn beispielsweise die Originalprämie USD 3,00 beträgt, und 1 Option also zu
einem Preis von USD 300,-- erworben wird, beträgt die darauf erhobene Kommission nochmals USD 100,-- also 33%
bezogen auf die Originalprämie. Um in die Gewinnzone zu kommen, muss die Originalprämie mehr als 33% steigen,
wobei der Börsenfachhandel eine solche Kursentwicklung nicht mehr als realistisch ansieht.

4.5.3.3. Wenn Sie zusätzlich zu den Kommissionen noch ein Agio auf das eingesetzte Kapital bezahlen,
verschlechtern sich die Gewinnchancen nochmals (Bsp. Die Erhebung eines fünf prozentigen Agios auf die
Anlagesumme verschlechtert Ihre Ausgangslage gleich um fünf Prozent), und zwar umso mehr, je höher das Agio
ausfällt, so dass die Aufschläge auf die Originalprämie zusammen mit dem Agio Ihre Investition aller
Wahrscheinlichkeit nach im Ergebnis praktisch chancenlos machen.

4.5.3.4. Wenn Sie mehrere Optionen erwerben, nimmt die Wahrscheinlichkeit insgesamt einen Gewinn zu erzielen,
wegen der erhobenen Kommissionen mit jedem weiteren Erwerb einer Option ab. Die Kommissionen und ein
eventuell vereinbartes Agio führen dazu, dass Ihre Investition aller Wahrscheinlichkeit nach im Ergebnis praktisch
chancenlos ist und zum Totalverlust führt.

5. Zertifikate

zählen zur Anlageklasse der Derivate und sind so strukturiert, das der Anleger an der Kursentwicklung des
Basiswertes (Wertpapiere/Indizes/Devisen/andere Derivate und Rohstoffen) partizipiert. Zertifikate sind Anleihen mit
einer oder mehreren Nebenbedingungen (diese sind zum Teil sehr komplex und daher nur schwer zu verstehen).
Diese Nebenbedingungen regeln die Abhängigkeit von laufenden Erträgen und/oder Rückzahlung von der Entwicklung
oder dem Zustand eines Basiswertes (Underlying). Bei Zertifikaten auf Indizes Der Inhaber eines Zertifikats partizipiert
zum Beispiel direkt an der Kursentwicklung eines festgelegten Index (Indexzertifikat) oder eines speziell
zusammengestellten Aktienkorbs (Basket - Zertifikat). Zertifikate unterliegen starken Kursschwankungen wie die
zugrundeliegenden Basiswerte. Der Wert des Zertifikates kann auf null sinken .Zusätzlich unterliegen Sie als Käufer
eines Zertifikates dem Bonitätsrisiko des Emittenten (Ist der Emittent zahlungsunfähig, bedeutet das einen
Totalverlust). Marktpreisbestimmende Faktoren während der Laufzeit: Der Wert eines Zertifikates hängt von der jeweils
aktuellen Möglichkeit der Rückgabe an den Emittenten oder der aktuellen Nachfragesituation auf dem Kapitalmarkt
nach diesem Zertifikat ab. Laufende Erträge, ob und in welcher Höhe aus einem Zertifikat laufende Erträge
entstehen, hängen von der Entwicklung oder dem zum jeweiligen Zeitpunkt aktuellen Wert des Basiswertes ab. Diese
Abhängigkeit ist aus den Emissionsbedingungen ersichtlich. Provisionen, Steuern und Transaktionskosten sind nicht
berücksichtig und können sich ggf. negativ auf die Wertentwicklung auswirken. Bei Erwerb/Verkauf des Produktes:
Basisprovision, xx% vom Ordervolumen zzgl. Börsenplatzabhängiges Entgelt (je nach Börsenplatz) zzgl. ggf. fremde
Gebühren. Ihre Anlagesumme, die Sie investieren wollen, muss in einem realistischen Bezug zu Ihrem liquiden
Nettovermögen stehen. Empfohlen sind max. 20 % Ihrer Liquidität für Wachstumsaktien bzw. für Aktienfonds. Ihnen
muss bewusst sein, dass sich Angaben hin- sichtlich der Wertentwicklung eines Depots nur auf die Vergangenheit
beziehen und keine garantierten Prognosen für die Zukunft bedeuten. Weder die vPE WertpapierhandelsBank AG,
noch ihre Mitarbeiter haben sich von der Bonität des Emittenten (Initiator) des Wertpapieres überzeugt.

T y p e n :
Index-Zertifikate:Hintergrund/Funktionsweise: Index-Zertifikate (oft 1:100 vom Basiswert) haben als Basiswert einen
Aktien-, Wertpapier- oder Rohstoff-Index und steigen und fallen wie dieser Index. Beim Performanceindex sind
Dividendenzahlungen mit einbezogen bei Kursindex nicht. I.d.R. sind Indexzertifikate ohne bzw. mit einer sehr langen
Laufzeit und können ggf. verlängert bzw. umgetauscht werden. Ertrag: entwickelt sich wie der Basiswert und damit oft
besser als Fonds mit gleicher Benchmark.
Risiko: fällt der Index, so fällt natürlich auch das Indexzertifikat, evtl. Währungsrisiken kann mit einem Quanto-IndexZertifikat begegnet werden
Basket-Zertifikate: Hintergrund/Funktionsweise: Bilden einen Korb von Aktien oder auch anderen Anlage-Produkten ab
und ist eine Sonderform der Indexzertifikate. Ertrag: es gibt aktiv (Management entscheidet) und passiv (vorher
festgelegt, z.B. 10 höchste Dividendenrenditen im DAX oder niedrigstes KGV) gemanagte Basket-Zertifikate, d.h. hier
kann eine Umschichtung erfolgen in den dazugehörigen Einzelwerten. Hierdurch wird eine Outperformance gegenüber
einem Index angestrebt. Risiko: Es kann zu einer Underperformance kommen gegenüber Benchmark.
Discount-Zertifikate:Hintergrund/Funktionsweise: Investment mit Abschlag (=Discount) in einen bestimmten Einzelwert
bzw. Markt. DZ hat Laufzeit. Beim DZ wird die Kurschance begrenzt und der Emittent verkauft die darüber liegende
Kurschance als Option. Mit dem Erlös von der Option wird der Einstiegswert in den Basiswert gesenkt. Ertrag:
besonders interessant bei nur leicht steigenden oder sogar gleichbleibenden Kursen des Basiswertes, da sich das DZ
zu Laufzeitende dem Kurs des Basiswertes annähert.. Selbst bei leicht fallenden Kursen des Basiswertes kann man
noch einen kleinen Gewinn erzielen. Risiko: Sobald der Basiswert unter den Einstandspreis des DZ fällt zu
Laufzeitende macht man Verlust. Während der Laufzeit muss das DZ sich nicht parallel dem Basiswert entwickeln,
begrenztes Kurspotential durch Cap, i.d.R. Barausgleich unter Cap auch Lieferung des Basiswertes möglich.
Bonus-Zertifikate: Hintergrund/Funktionsweise: Zertifikate-Besitzer bekommen keine Dividendenausschüttungen. Diese
werden in Optionen angelegt und damit eine Absicherung bzw. Outperformance (Expresszertifikate) erreicht. Es wird
eine „Barriere“ und ein „Bonuslevel“ vereinbart. Ertrag: nach unterschiedlichem Bonuslevel auch unterschiedliche
Erträge möglich, teilweise eine Outperformance gegenüber Basiswert, Dividenden gehen verloren. Risiko: nicht höher
als bei einem Investment in den Basiswert, teilweise sogar geringer durch Absicherungsstrategien. Fällt Basiswert
während der Laufzeit unter „Barriere“, so wird Bonusmechanismus außer Kraft gesetzt.
Hebel-Zertifikate (auch Turbo- oder Knock-out-Zertifikate, Mini-Futures genannt): Hintergrund/Funktionsweise: man
kann je nach Zertifikatsausgestaltung Long und Short gehen. Es gibt einen Finanzierungslevel =Strike (hierdurch
entsteht Hebel), über diesen Betrag wird bei einer Kaufposition ein Kredit vom Emittenten aufgenommen.
Kursentwicklung hängt überdurchschnittlich an der Kursbewegung des Basiswertes. Ertrag: überdurchschnittlich hoch
bei Long - Position bei stark steigenden Kursen. Risiko: Sehr hoch, da hier mit einen WP-Kredit über den Emittenten
gearbeitet wird. Je höher der Hebel ist, umso höher ist das Risiko. Totalverlustrisiko bei Über- bzw. Unterschreiten
des Strikes.
Bandbreiten-Zertifikate: (Sprint-, Impact- oder auch Double-Chance Zertifikate): Hintergrund/Funktionsweise: Bandbreite
wird vorgegeben. 2 Call-Optionen über dem Cap werden verkauft und damit eine Call-Option zum Anfangsbetrag
gekauft. Kursentwicklung Basiswert spielt eine große Rolle angesichts des Hebels. Ertrag: Kurs am Laufzeitende am
oberen Ende der Bandbreite am Höchsten = überdurchschnittliche Performance, über dem Cap keine Beteiligung an
weiteren Kursgewinnen des Basiswertes, unter der unteren Grenze Kursentwicklung wie Basiswert. Risiko: nicht höher
als beim Basiswert, Cap begrenzt maximale Performance
Airbag-Zertifikate (R-Bag-, Protector-Zertifikate): Hintergrund/Funktionsweise: Kauf von 1,25 Anteilen des Basiswerts
und Kauf von einem Anteil einer Call-Option auf diesen Basiswert. Anschließend werden 1,25 Anteile einer CallOption 20 % unter dem aktuellen Kurswert verkauft. Ertrag: Vollständige Partizipation an Kurssteigerungen ohne Cap,
Verlustbegrenzung bis dieser Puffer aufgebraucht ist, danach anteilige Beteiligung an Verlusten. Risiko: nicht höher
als beim Basiswert, Verlustbegrenzung gilt erst zum Laufzeitende, d.h. vorher können Verluste auftreten.
Outperformance-Zertifikate:
Beim Outperformance-Zertifikat profitiert der Anleger von einem Kursanstieg des Basiswertes überproportional. Der
vorab festgelegte Outperformance-Kurs entspricht weitgehend bei seiner Auflage dem aktuellen Kurs des Basiswertes.
Das Risiko des Zertifikates entspricht dem einer Direktanlage. Die Hebelwirkung des Zertifikates wird durch die
jeweilige Partizipationsquote oder –rate dargestellt. Die Outperformance ist nach oben unbegrenzt.

6. Futures

Ein Terminkontrakt (Future) ist ein standardisierter, börsengehandelter Vertrag zwischen Parteien zu einem
vereinbarten Preis und festgelegten Termin, in Zukunft ein Kassa Geschäft abzuwickeln, d. h. durch die Lieferung
der dem Vertrag zugrundeliegenden Ware auf der einen sowie Entgegennahme derselben auf der anderen Seite.
Die Kontrakte haben eine von der entsprechenden Börse festgelegte Laufzeit (Fälligkeitstermin), der mit dem
Handelsmonat bezeichnet wird. Es wird gekauft und wieder verkauft. Es ist jedoch auch möglich, auf Termin zu
verkaufen und erst zu einem späteren Zeitpunkt zurückzukaufen. Nur etwa 2% aller abgeschlossenen
Warentermingeschäfte werden physisch angedient.

6.1. Gegenstände des Terminhandels
- Finanztitel (Devisen, Zinstitel, Indices, usw.)
- Rohstoffe (Metalle, Agrarerzeugnisse, usw.)
- Energie (Rohöl, Ölprodukte, usw.)
- Edelmetalle (Gold, Silber, usw.)

6.2. Die Mindestdeckung = Einschuss = Margin
Die Höhe der Mindesteinschüsse wird von der jeweiligen Börse festgelegt und das Kundenkonto durch den Broker
bei Geschäftsabschluss entsprechend belastet. Der Broker hat das Recht, den geforderten Einschuss zur eigenen
Absicherung höher anzusetzen. Auch während der Laufzeit der Verträge können entsprechend der aktuellen
Börsensituation die Einschüsse angehoben werden. In diesem Zusammen- hang können auch die an einigen
Terminbörsen in bestimmten Märkten existierenden Preislimits (z. B. CBOT: Silber - Future 5.000 Unzen = 1US$ je
Unze) von Bedeutung sein. Bei starker Preisfluktuation tritt dann eine Automatik in Kraft, die Preissteigerungen durch
sog. Limit up und Preisrückgänge durch sog. Limit down für einen bestimmten Zeitraum limitiert, was ein Aussetzen
des Handels zur Folge hat.

6.3. Nachschüsse
Wenn in einer Position (noch nicht realisierte) Verluste eintreten, kann ein Punkt erreicht werden, an dem die durch
den Einschuss erbrachte Sicherheit auf den Kontrakt nicht mehr ausreicht. Dann muss durch Zahlung eines
Nachschusses das Sicherheitspolster der Situation entsprechend bis zur geltenden Ein- schusshöhe aufgefüllt werden,
wenn die Position gehalten werden soll. Leistet der Spekulant keinen Nachschuss, so ist der Broker berechtigt,
jedoch nicht verpflichtet, die Position des Kunden glattzustellen.

6.4. Der "Hebeleffekt" (Leverage)
Im Vergleich zu anderen Formen der Kapitalanlage benötigt der Kunde im Termingeschäft einen relativ niedrigen
Einsatz, gemessen am Gesamtwert des Kontraktes, auf Grund der Tatsache, dass der Einschuss nur etwa 2 - 20%
des Kontraktwertes ausmachen (Leverage). Darin liegt der Reiz und damit auch die Gefahr der Termingeschäfte, denn
es darf nicht übersehen werden, dass aus der Hebelwirkung große Verluste, bis hin zum Totalverlust, resultieren
können.

6.5. Stopp Loss Orders
Stoppaufträge, also Aufträge, die bei Erreichen eines bestimmten Preises (Kurses) ausgeführt werden sollen, geben
keinen Schutz vor Verlusten. Bei Erreichen des Kurses werden sie zu sog. Marketaufträgen, die zu jedem Preis
(Interesse wahrend) ausgeführt werden. Der Spekulant ist also einem Verlustrisiko über den Stoppkurs hinaus
ausgesetzt.

6.6. Risiken hoher Transaktionskosten
Die Kosten für unsere Tätigkeit oder die anderer eingeschalteter Finanzdienstleister haben einen negativen Einfluss
auf die Erfolgsaussichten der Geschäfte. Der Börsenfachhandel, dessen Einschätzungen die Preisbildung an den
Börsen und Terminmärkten bestimmt, berücksichtigt Transaktionskosten für private Spekulanten nicht. In der
Preisbildung an den Märkten spiegeln sich Chance und Risiken nur in einer für den Berufshandel noch vertretbaren
Form wider. Die Kosten werden bei dieser Einschätzung des Börsenfachhandels nicht berücksichtigt. Jegliche
erhobenen Kosten verändern daher die bereits spekulative Einschätzung der professionellen Marktteilnehmer, die sich
im Börsenpreis widerspiegelt, ein- seitig zu Ungunsten des Anlegers. Durch die Kosten verändern sich damit
grundlegend die Einschätzung und die Grundlagen des Finanztermingeschäftes und machen den Geschäftserfolg
somit quasi unmöglich. Es wird nämlich zur Gewinnerzielung ein weit höherer Kursausschlag erforderlich als die
bereits spekulativen Erwartungen des Börsenfachhandels dem Geschäft zubilligen. Je höher die Transaktionskosten
sind, desto geringer werden etwaige Gewinnchancen. Bei wiederholter Spekulation ist auch bei anfänglichen Gewinnen
ein positiver Verlauf der Gesamtspekulation sehr unwahrscheinlich, wenn nicht sogar unmöglich. Insgesamt ist
festzustellen, dass der weit überwiegende Teil der Anleger an diesen Märkten verliert.

6.7. Erhöhung des Risikos bei Erstverlusten
Kommt es zu einem Erstverlust des Einsatzes, ist eine außerordentlich hohe Preisbewegung des Ausgangspreises
eines Finanztermingeschäftes notwendig, um nur den finanziellen Ausgangspunkt zu erreichen.
Es ist vollkommen ungewiss, ob solche Preisbewegungen während der Laufzeit dieser Geschäfte vorkommen. Bei
erneuten, weiteren Verlusten und bei Folgegeschäften können die zur Erlangung eines per Saldo Gewinnes
erforderlichen Marktbewegungen sich zu Höhen potenzieren, die nicht nur einen Gewinn am Ende der Spekulation
ausschließen, sondern zwangsläufig zu endgültigen Verlusten führen. Bei Erstverlusten ist damit in der Regel von
einem endgültigen Verlust auszugehen.

6.8. Risiken bei taggleichen Geschäften
-Day Trading-RisikoBeachten Sie bitte ebenfalls, dass beim Day-Trading die Geldbriefspanne sowie die Kommissions-belastung dem
Gewinn prinzipiell entgegenwirken. Jeder Kauf erfolgt zu Briefkurs, jeder Verkauf zum Geldkurs. Beim sofortigen Kauf
und Verkauf des gleichen Produktes oder des gleichen Derivates wird ein sofortiger Verlust realisiert, da der
Geldkurs immer unter dem Briefkurs liegt. Um Gewinne zu erzielen müssen Sie als Trader neben der Geldbriefspanne
zusätzlich die Kommission verdienen. Der Handel mit Futures ist eine Spekulation und damit ein risikoreiches
Geschäft. Durch regelmäßiges Trading im Minuten- oder sogar Sekundentakt, also in einem extrem kurzen Zeitraum
veranlassen Sie eine unverhältnismäßig hohe Anzahl von Geschäften in Ihrem Konto. Die hierdurch entstehenden
Kosten können im Verhältnis zum eingesetzten Kapital und dem erzielten Gewinn unangemessen hoch sein und die
Chance auf einen Gewinn unwahrscheinlich, oder nahezu unmöglich machen. Die Geldbriefspanne sowie die
Kommissionsbelastung wirken dem Gewinn prinzipiell entgegen. Jeder Kauf erfolgt zu Briefkurs, jeder Verkauf zum
Geldkurs. Beim sofortigen Kauf und Verkauf des gleichen Wertpapiers oder des gleichen Derivates wird ein sofortiger
Verlust realisiert, da der Geldkurs immer unter dem Briefkurs liegt. Um Gewinne zu erzielen müssen Sie als Händler
neben der Geldbriefspanne zusätzlich die Kommissionen verdienen.

7. Token (Kryptowährungen; Vitual Currencies)

7.1 Aufsichtsrechtliche Einordnung
Die aufsichtsrechtliche Einordnung von sog. Token (Virtual Currencies, Coins bzw. Kryptowährungen).
Token können je nach Ausgestaltung als Finanzinstrument anzusehen sein.

7.2 Die Auftraggeber sollten sich dessen bewusst sein, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
(„
BaFin“) Virtual Currencies als risikoreiche Investitionsinstrumente einstuft. Insbesondere weist die BaFin darauf hin,
dass Hacker die virtuellen Geldbörsen bei unzureichender Sicherung aufbrechen und das virtuelle Guthaben
entwenden können. Einen absoluten Schutz vor Hackerangriffen bzw. anderen kriminellen Aktivitäten wird es laut
BaFin bei Virtual Currencies voraussichtlich nicht geben können. Darüber hinaus unterliegen Virtual Currencies einem
hohen Volatilitätsrisiko. Ein Schutz des Auftraggebers durch etwaiges EU-Recht, dass eine Rückabwicklung nicht
genehmigter Transaktionen oder falscher Belastungen mögliche macht, besteht nicht. Anders als beim Online-Banking
oder Online-Brokerage gibt es bei dem Verlust der Zugangsdaten zu den virtuellen Geldbörsen keine Möglichkeit
mehr an das virtuelle Guthaben zu gelangen, da es keine zentrale Instanz gibt, welche die Erstzugangsdaten zur
Verfügung stellen könnte. Diese und andere Risiken können zu einem Totalverlust des Auftraggebers führen.

7.3 Aufgrund der Struktur von Virtual Currencies bedingt der Transfer der Virtual Currencies auf eine falsche Public
Key, dass die übermittelten Virtual Currencies grundsätzlich unwiederbringlich verloren sind. Der Verlust der Private
Key kann unter Umständen auch dazu führen, dass man nicht mehr auf die Virtual Currencies zugreifen kann und
zu einem Totalverlust führen.

7.4 Der Auftraggeber sollte in seinem eigenen Interesse nur solche finanzielle Mittel einsetzen, deren teilweisen oder
vollständigen Verlust er verkraften kann. Insbesondere ist es riskant Investitionen in Virtual Currencies mit einem
Kredit zu finanzieren, da in solchen Fällen nicht nur das Risiko des Totalverlusts des eingesetzten Kapitals besteht,
sondern auch der Rückzahlung des Kredits.

7.5 Auch wenn Virtual Currencies in der Vergangenheit teilweise hohe Wertzuwächse zu verzeichnen hatten, ist dies
keine Garantie für die zukünftige Wertentwicklung.

7.6 Der Auftraggeber trägt das Liquiditätsrisiko, da es passieren kann, dass sich weder ein Kaufinteressent, noch ein
Verkaufsinteressent für die Virtual Currency findet.

7.7 Es gibt keinen Rechtsanspruch, der zur Akzeptanz von Virtual Currencies als Zahlungsmittel verpflichtet bzw. zum
Umtausch in Fiat-Währungen berechtigt.

7.8 Der aktuelle Wert einer Virtual Currency hängt von der Anzahl der auf dem Markt angebotenen und
nachgefragten Virtual Currency ab. Der Wert einer Virtual Currency kann ferner insbesondere davon abhängen, ob
und wie viele Anbieter von Waren oder Dienstleistungen Virtual Currencies als Zahlungsmittel akzeptieren. Der Wert
einer Virtual Currency ist also, wie der Wert von Wertpapieren, Derivaten oder anderen Finanzinstrumenten an den
Finanzmärkten, Kursschwankungen unterworfen.

7.9 Es besteht kein Rechts-, Einlagen-oder Anlegerschutz, der beispielsweise eine Insolvenz oder ein etwaiges Verbot
des An- und Verkaufs und des Handels mit Virtual Currency kompensieren könnte. Insbesondere wird darauf
hingewiesen, dass von der vPE für Kunden/Auftraggeber geführten Bestände an Virtual Currencies nicht der
Einlagensicherung der deutschen Banken unterliegen.

7.10 Der Kurs von Virtual Currencies kann starken Schwankungen unterliegen. Insbesondere kann sich der Kurs in
dem Zeitraum zwischen der Auftragserteilung und der tatsächlichen Auftragsdurchführung signifikant zu Lasten des
Auftraggebers verändern. Das Risiko einer solchen Kursänderung, bis zu einem Totalverlust, trägt der Auftraggeber.

7.11 Dem Auftraggeber wird ausdrücklich empfohlen, im Vorfeld einer Investition einen Rechts-, Steuer- und/oder
Finanzberater zu konsultieren.

7.12 Begrenzte Token-Stückzahlen
Die Veränderung der Kurse folgt den Gesetzen von Angebot und Nachfrage. Um die Erwartung der zukünftigen
Kursbewegung durch einen Trade umsetzen zu können, muss ein Markt liquide sein. Liquidität bedeutet in diesem
Zusammenhang, dass Sie mit Ihrer Order immer auf eine Vielzahl von Marktteilnehmern treffen, die Ihnen das „beste
Angebot“ machen und das 24/7 lang.

7.13 Ausführungsgeschwindigkeiten
Um eine Transaktion zu verifizieren (Miners), sind gewisse Zeitvorgaben, sowie Block-Größe seitens der „Entwickler
(Gründer)“ vorgegeben. Der Code der Block-Chain muss gelöst werden, erst dann sind die Token übertragen.

7.14 Betriebs- und Organisationsrisiken
Unter Betriebs- und Organisationsrisiken ist die Gefahr zu verstehen, dass Mängel in der eigenen Aufbau- und
Ablauforganisation zu unerwarteten Verlusten führen können. Dieses Risiko kann auf Unzulänglichkeiten in EDV- und
anderen Informationssystemen, auf menschlichem Versagen und ungenügenden innerbetrieblichen Kontrollverfahren
basieren. Schwächen in der Aufbau- und Ablauforganisation können sich in einem erheblichen Verlustrisiko oder in
zusätzlichem Aufwand niederschlagen. Auch fehlerhafte Programmabläufe sowie automatisierte EDV- und
Informationssysteme, die in Art und Umfang nicht dem laufenden und potentiellen Geschäftsvolumen Rechnung
tragen, bergen ein erhebliches Betriebsrisiko. Zu den menschlichen Risikofaktoren, die einen Verlust des Engagements
begründen können, zählen mangelndes Verständnis der Geschäftsführung, innerbetriebliche Risikokontrollen,
mangelnde insbesondere Geschäftsablaufkontrollen, und fehlende Handels-limits, sowie das Eingehen
unverhältnismäßig vieler offener Positionen.

7.15 Fehlender digitaler Verbraucherschutz
Sie haben kein Recht auf Erstattung, wie Sie es bei Überweisungen über eine herkömmliche Bank oder ein anderes
Zahlungskonto hätten. Nicht genehmigte oder falsche Belastungen Ihrer digitalen Geldbörse können nicht rückgängig
gemacht werden. In vielen Fällen existieren keine gesetzlichen Verbraucherschutz-Vorgaben und keine
Anlegerschutzinstrumente; der Schutz personenbezogener Daten ist nicht gewährleistet. Auch dies bedeutet für den
Anleger ein hohes Maß an rechtlicher Unsicherheit. Anders als beim Online-Banking oder Online-Brokerage gibt es
bei dem Verlust der Zugangsdaten zu den virtuellen Geldbörsen keine Möglichkeit mehr an das virtuelle Guthaben zu
gelangen, da es keine zentrale Instanz gibt, welche die Erstzugangsdaten zur Verfügung stellen könnte. Diese und
andere Risiken können zu einem Totalverlust des Auftraggebers führen

7.16 Achtung
Rein statistisch gesehen und nach Wahrscheinlichkeitsrechnung besteht bei der Spekulation in Token die Hoffnung
auf ein Steigen oder Fallen von Kursen und somit gleichzeitig eine Gewinnchance und ein Verlustrisiko von zunächst
jeweils 50 %. Dieses Gewinn-/Verlustverhältnis wird aber durch die anfallenden Kosten und Gebühren zum Nachteil
des Kunden verschlechtert, weil diese erst durch die entsprechende Preisentwicklung zu seinen Gunsten im Markt
zurückverdient werden müssen. Tritt die erwartete Kursentwicklung nicht ein, so erhöhen die jeweils anfallenden
Kosten und Gebühren den ohnehin entstehenden Verlust. In der Preisbildung an den Märkten spiegeln sich Chancen
und Risiken in einer für den Berufshandel gerade noch vertretbaren Form wieder. Je höher deshalb die Kosten pro
Geschäft sind, umso geringer werden etwaige Gewinnchancen, wobei bei wiederholter Spekulation nach der
Realisierung anfänglicher Verluste eine per Saldo-Gewinnchance für die gesamte Spekulation äußerst
unwahrscheinlich, wenn nicht sogar ausgeschlossen ist. Transaktionskosten können im Verhältnis zur Investition des
Kunden absolut zu hoch oder aber relativ zu hoch sein, und zwar aufgrund zu häufigen Ein- und Ausstiegs in und
aus den Geschäften.
Investments in Token sind hochriskant und spekulativ. Es sollten nur Geldbeträge in Token investiert werden, die aus
freiem Vermögen stammen und nicht für andere Zwecke, wie z.B. den Lebensunterhalt benötigt werden. Ein
Investment in Token welches mit Krediten finanziert wird ist abzulehnen, da ein Totalverlust des investierten Kapitals
nicht ausgeschlossen werden kann.

7.17 Missbrauch (ICO)
ICO-Strukturen bergen ein erhebliches Potenzial für Missbrauch und Betrug. Nur Experten können anhand des
zugrundeliegenden Programmiercodes (etwa des Smart Contracts) überprüfen, ob die im Whitepaper oder den
Vertragsbedingungen angegebene Funktionsweise der jeweiligen Tokens zutrifft. Der Anleger trägt das Risiko, dass der
Anbieter hier falsche Angaben macht. Der entsprechende Code kann zudem Programmierfehler enthalten und damit
manipulierbar sein. Der Anbieter allein bestimmt den Inhalt des Whitepapers, so dass die Dokumentation oft objektiv
unzureichend, unverständlich oder irreführend ist. Hinzu kommt, dass der Anbieter das Whitepaper jederzeit, also
sowohl vor als auch während des ICOs, ändern kann.

 

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